Vom Anlegen des Wundverbands bis zur Wahl einer Transplantationsmethode - Die richtige Wundversorgung fordert viele Spezialisten

Eine chronische Wunde sorgfältig und schonend reinigen, die Beschwerden des Patienten mit dem richtigen Wundverband lindern, mit Fischhaut für den Wundverschluss sorgen und drohende Amputationen verhindern: Die Wundversorgung kennt viele Herausforderungen. Der 1. Nürnberger Wundkongress vom 06.-08.12.2018 nimmt sich ihnen an.

Schon ein Fingerkuppenverband reicht aus, um zu verstehen, wie störend es ist, auf das Abheilen einer Wunde warten zu müssen, bevor eine volle Belastung wieder möglich ist. Bei chronischen Wunden wird das Schmerzen, Jucken und Nässen der Wunde zum Dauerzustand. 

Chronische Wunden gehen oft mit diabetischen Erkrankungen und Durchblutungsstörungen einher, die vermehrt im Alter auftreten. Auch Dekubitalgeschwüre, die durch Druckbelastungen und langes Liegen bei geringer Mobilität entstehen, werden mit zunehmendem Alter wahrscheinlicher. Und die Zahl der Älteren wächst stetig. Schon jetzt leiden rund 4 Millionen Patienten an chronischen Wunden. Fachärzte, Hausärzte, Wundschwestern und Pflegefachkräfte kommen beim [URL="https://www.nuernberger-wundkongress.de"]1. Nürnberger Wundkongress[/URL] zusammen, um sich über die besten Behandlungsmöglichkeiten bei der Wundversorgung auszutauschen. 

 

Hohe Herausforderungen an die korrekte Versorgung von Wunden

Dass der Wundversorgung eine sorgfältige Desinfektion der Hände und Unterarme vorausgeht, darf als selbstverständlich gelten. Oft beginnen aber schon kurz darauf die ersten handfesten Probleme bei der adäquaten Wundversorgung der Patienten. Besonders nach deren Entlassung aus der Klinik setzen mit der ambulanten Versorgung die praktischen Probleme ein.

Pflegekräfte kennen Angst, den Verband so straff anzulegen wie notwendig wäre, aus Sorge, sich bei Patienten unbeliebt zu machen. Manche Patienten sind nur schwer davon zu überzeugen, dass das Tragen von Kompressionsstrümpfen notwendig ist. Aber eine gute Kompression und der richtig angelegte Verband sind bei der korrekten Wundversorgung oft die wirksamsten Mittel, um die Durchblutung zu fördern und die Wunde zu entlasten.

Um eine präzise Wunddokumentation zu ermöglichen und dem Patienten häufige, aufwendige Praxisbesuche zu ersparen, hat sich zuletzt die Fotodokumentation weiter durchgesetzt. Viele Altenpflegeeinrichtungen verwenden Bilder, um die Wundversorgung zusätzlich zu dokumentieren. Der behandelnde Arzt kann anhand von Fotos den Wundheilprozess jederzeit beobachten und bei Bedarf weitere Maßnahmen ergreifen. Hochwertige Bildgebungsgeräte wie das MolecuLight i:X(TM) zur Dokumentation des Wundstatus werden beispielsweise von [URL="http://www.smith-nephew.com/deutschland/fachgebiete/wundmanagement/moleculight-ix/"]Smith & Nephew[/URL] angeboten. Das Traditionsunternehmen wird seine Produkte zum modernen Wundmanagement auf dem 1. Nürnberger Wundkongress vorstellen.

Entscheidend für die wirksame Wundbehandlung sind neben dem regelmäßigen Wechsel des Verbands vor allem hochwertige Materialien, die eine sorgfältige und schonende Reinigung des verletzten Gewebes gewährleisten.

Das Medizinbedarfsunternehmen B. Braun Melsungen AG hat ein effektives und sanftes Wundreinigungsmittel namens Prontosan(R) entwickelt, das den Wundgrund nachhaltig mit Feuchtigkeit versorgt und Keimwachstum unterbindet. 

Die Paul Hartmann AG wird auf dem 1. Nürnberger Wundkongress vertreten sein und dort unter anderem ihr Konzept der HydroTherapy vorstellen. Das entwickelte Material zur Wundversorgung führt zur Ausbildung von Granulationsgewebe und in einem zweiten Schritt zum Verschluss der Wunde. Akute und chronische Wunden können damit erfolgreich behandelt werden. 

 

Mit Fischhaut und Madentherapie gegen chronische Wunden

Polyneuropathien, die infolge von diabetischen Erkrankungen das Schmerzempfinden beeinträchtigen, sind vielfach ein Grund dafür, dass eine Wunde erst zu spät bemerkt wird und sich bereits infiziert hat, wenn ihre Behandlung beginnt. Schließt sich eine Wunde über drei Monate nicht, wird das Risiko einer Folgeamputation immer höher. Denn in der Zwischenzeit verändert sich das umliegende Zellgewebe biochemisch und heilt nicht mehr ab. 

Bei der Behandlung derartiger Fälle hat die Medizin zuletzt wichtige Fortschritte gemacht. Der 1. Nürnberger Wundkongress will  weitere neue Erkenntnisse und Ergebnisse sammeln. 

Bei der Fliegenmaden-Therapie werden lebende Maden eingeschlossen in einen Verband auf das nekrotische Gewebe aufgebracht, wo sie Speichel mit proteolytischer Enzymen absondern. Das verflüssigt das nekrotische Gewebe, das als Nährbouillon von den Maden anschließend wieder aufgenommen wird. Die Therapie unter Einsatz der Fliegenlarven wirkt antibakteriell, reduziert Keime, fördert die Wundgranulation und ist kostengünstiger als eine Behandlung mit Antibiotika.

Mit einem Transplantat, das aus der Haut des atlantischen Dorsches gewonnen wird, wird die Vermehrung Stammzellen angeregt. Die von tierischen Zellen befreite Collagenmatrix mit viel Omega-3-Fettsäure wird nach der Wundreinigung auf die menschliche Haut gelegt und mit einem Verband fixiert. Alle drei bis vier Tage wird der Verband gewechselt. Unter der Gaze-Schicht siedeln sich am aufgelegten Gewebegeflecht aus dem Fischhaut-Material neue menschliche Zellen an, die sich teilen, bis dass sich das Gewebe schließt.

Immer noch sind jährlich 40.000 Amputationen die Folge chronischer Wunden, deren Versorgung nicht zu einem Abheilen und Verschluss der Wunde führte, bevor sich das umliegende Gewebe lebensbedrohlich entzündete. Sorgfältig beobachtet und mit den richtigen Materialien und Methoden behandelt, können durch eine optimale Wundversorgung viele Amputationen in Zukunft verhindert werden.

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